Der Sommer klingt aus, die Erntezeit ist in vollem Gange und der Garten zeigt sich in warmen Farben. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um zu ernten, zu pflanzen und den Garten auf den Herbst vorzubereiten.
September im Garten
Ernten, pflanzen und den Garten langsam auf den Herbst vorbereiten.
September
Diesen Monat im Garten
Der September verbindet Erntezeit und Herbstvorbereitung. Warme Tage dürfen noch genossen werden, doch kühlere Nächte erinnern daran, die nächsten Wochen gut zu nutzen.
- Reifes Obst und Gemüse regelmäßig ernten
- Stauden teilen und neue Stauden pflanzen
- Freie Beete lockern, mulchen oder mit Gründüngung schützen
- Gesundes Laub und Pflanzenreste kompostieren
- Gartengeräte säubern und für den Herbst bereithalten
Aussaat & Ernte
Aussaat
- Feldsalat
- Spinat
- Radieschen
- Winterportulak
- Gründüngung auf freien Beeten
Erntezeit
- Äpfel und Birnen
- Pflaumen und Zwetschgen
- Kürbisse und Zucchini
- Tomaten und Bohnen
- Möhren und Rote Bete
Günnis Ernteblick: Nur trockenes und unbeschädigtes Obst einlagern. Fallobst lieber zeitnah verarbeiten.
Natur im Garten
Vögel, Igel und Insekten finden jetzt besonders viel Nahrung. Verblühte Stauden, Samenstände und eine ruhige Gartenecke sind deshalb wertvoller als ein vollständig aufgeräumtes Beet.
- Vögel: Samenstände und beerentragende Sträucher stehen lassen.
- Igel: Durchgänge freihalten und Laub in einer geschützten Ecke sammeln.
- Insekten: Späte Blüten erhalten und hohle Stängel nicht vorschnell abschneiden.
Tipp: Nistkästen nach Ende der Brutzeit kontrollieren und bei Bedarf trocken ausbürsten – ohne Reinigungsmittel.
Günnis Wetterblick
Im September können spätsommerlich warme Tage und deutlich kühlere Nächte dicht beieinanderliegen. Morgentau und erste Nebelfelder halten Blätter länger feucht, während einzelne trockene Phasen weiterhin Gießen nötig machen.
Bauernregel des Monats
„September warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr.“
Überlieferte Bauernregel: Solche Regeln bewahren alte Wetter- und Erntebeobachtungen. Als verlässliche Langzeitvorhersage eignen sie sich nicht.
Blick in den Hundertjährigen Kalender
Der sogenannte Hundertjährige Kalender geht auf Wetterbeobachtungen des Abtes Mauritius Knauer aus den Jahren 1652 bis 1658 zurück. Trotz seines Namens arbeitet er mit einem siebenjährigen Zyklus.
Historische Kuriosität: Seine Aussagen sind keine wissenschaftlich belastbare Wettervorhersage. Für die Gartenarbeit sind aktuelle regionale Wetterdaten entscheidend.
Günnis Tipp des Monats
Jetzt ist eine gute Zeit, um Blumenzwiebeln für das Frühjahr zu setzen. Pflanzt sie mit der Spitze nach oben und ungefähr zwei- bis dreimal so tief, wie die Zwiebel hoch ist.
„Wer im September an den Frühling denkt, wird später mit Blüten belohnt.“ Euer Günni
Günnis Bauernregel
„Steht Günni mit der Tasse im Beet, ist Erntezeit – egal, was im Kalender steht.“
Von Günni frei erfunden – mit einem Augenzwinkern und ohne meteorologische Nebenwirkungen.